{"id":1638,"date":"2022-07-12T16:06:00","date_gmt":"2022-07-12T14:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/medienvielfalt.net\/?p=1638"},"modified":"2022-08-15T16:10:32","modified_gmt":"2022-08-15T14:10:32","slug":"das-transborder-camp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medienvielfalt.net\/index.php\/2022\/07\/das-transborder-camp\/","title":{"rendered":"Das Transborder Camp"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Ein Text von Rufine Songue<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Transborder Camp ist eine antirassistische Veranstaltung, vor allem zum Thema Bewegungsfreiheit, die vom 12. bis 17. Juli in Nantes stattgefunden hat. Dieses Camp findet an einem ganz besonderen Ort statt: eine Zone \u00e0 d\u00e9fendre (ZAD) &#8211; zu deutsch : eine zu verteidigende Zone. An diesem Ort sollte bereits vor vielen Jahren ein Flughafen gebaut werden. Doch dies wurde durch eine Besetzung dieses Raumes erfolgreich verhindert. Die Besetzer:innen k\u00e4mpfen jedoch weiterhin daf\u00fcr, dass sie in der ZAD leben d\u00fcrfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am 12. Juli war die Ankunft bei dem Transborder Camp. Es kamen mehr als 800 Menschen aus ganz unterschiedlichen Orten der Welt nach Nantes, zum Beispiel aus Mali, aus Mexiko, aus dem Sudan, aus Deutschland, Frankreich, Belgien und viele mehr. Viele Organisationen waren vertreten, darunter auch einige Redakteur:innen des netzwerks medien.vielfalt!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Camp geht es um Bewegungsfreiheit, Solidarit\u00e4t, Selbstorganisationen, Unterst\u00fctzungsgruppen, antirassistische K\u00e4mpfe, es geht um K\u00e4mpfe f\u00fcr die Rechte von Gefl\u00fcchteten. Ich habe mit Menschen gesprochen, die aus Bruxelles kommen. Dort haben sie eine Selbstorganisation von Gefl\u00fcchteten gemacht f\u00fcr die Rechte von Sans-Papiers. Ich habe an einem Workshop zum Thema Selbstorganisation teilgenommen und habe festgestellt, dass die Leute in Frankreich, was das betrifft, sehr fortgeschritten sind im Vergleich zu Deutschland. Sie sind sehr engagiert und haben es irgendwie erreicht, von den Kommunen richtig anerkannt zu werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab auch einen Workshop zum Thema migrantisches Leben heute und auch zur Frage, wie man einen Schengen-Visa bekommen kann. Eine Person hat erz\u00e4hlt, dass bei diesem Antrag nicht nur der lange Weg schwierig ist, bis man alle Dokumente bekommt, sondern auch danach, w\u00e4hrend man auf die Antwort wartet, denn man f\u00fchlt sich unsicher und hat Angst, was falsch gemacht zu haben. Fehler k\u00f6nnen ja vielleicht dazu f\u00fchren, dass man kein Visum bekommt. Es gab viele Menschen, die dar\u00fcber berichtet haben, wie oft sie versucht haben, ein Visum zu beantragen in ihren L\u00e4ndern und ohne Begr\u00fcndung nie eines bekommen haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele unterschiedliche Organisationen waren beim Transborder Camp anwesend. Eine davon war Top Manta, eine Selbstorganisation von Gefl\u00fcchteten aus Spanien. Sie sind in Barcelona aktiv. Sie betonen in ihrer Arbeit, dass Produkte legal sind und weltweit reisen d\u00fcrfen, aber Menschen nicht! Menschen werden illegalisiert!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ist es wichtig f\u00fcr uns, am Transborder Camp teilzunehmen? Rouby aus der Redaktion Our Voice Freiburg, auch Teil vom netzwerk medien.vielfalt!, beantwortet diese Frage: \u201cDas Transborder Camp ist, meiner Meinung nach, ein sehr wichtiges Treffen, weil wir dort \u00fcber unsere gewohnten Treffen, den Treffen auf nationaler Ebene hinausgehen. Wir begegnen Menschen aus unterschiedlichen L\u00e4ndern, von unterschiedlichen Horizonten und teilen die Erfahrungen, die wir in unterschiedlichen L\u00e4ndern Europas machen. Menschen au\u00dferhalb Europas, zum Beispiel aus Afrika, teilen Erfahrungen mit uns, die wir uns hier gar nicht vorstellen k\u00f6nnen. Es ist ein Treffen, welches uns die M\u00f6glichkeit gibt, Realit\u00e4ten von denen wir zwar wissen, aber von denen wir nur vage Vorstellungen haben, zu entdecken. Hier haben wir zudem die M\u00f6glichkeit Menschen kennenzulernen, die zu spezifischen Themen arbeiten und die eine spezifische und reelle Erfahrung haben zur Situation von Migrant:innen, sei es im Sahara mit Alarmphone Sahara, sei es in L\u00e4ndern wie Nigeria, Mali, Marokko\u2026 Es ist eine tolle Chance f\u00fcr migrantische Selbstorganisationen oder Unterst\u00fctzungsgruppen \u00fcber ihre L\u00e4nder hinaus Netzwerken zu k\u00f6nnen. Man kann in Bezug auf verschiedene Themen, verschiedene K\u00e4mpfe oder auch geschlechtsspezifisch Netzwerken. Wir k\u00f6nnen hier eine tiefe Verbindung zwischen unseren unterschiedlichen K\u00e4mpfen schaffen und das ist wirklich gro\u00dfartig!\u201d&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Text von Rufine Songue Das Transborder Camp ist eine antirassistische Veranstaltung, vor allem zum Thema Bewegungsfreiheit, die vom 12. bis 17. Juli in Nantes stattgefunden hat. Dieses Camp findet an einem ganz besonderen Ort statt: eine Zone \u00e0 d\u00e9fendre (ZAD) &#8211; zu deutsch : eine zu verteidigende Zone. 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